Nach neuesten Berechnungen stirbt jeder elfte Mensch auf der Erde an Bewegungsmangel, das sind jährlich rund 5,3 Millionen Menschen. Sollte es also mehr Sportunterricht an den Schulen geben, um häufiger mal auch die weniger Bewegungsfreudigen ins Schwitzen zu bringen? Enis ist dafür, Julia hält dagegen.

Fotos: Privat

Pro: Enis

Sport ist eine Droge für die Menschen und zwar eine gute und notwendige. Doch bereits in der Grundschule fällt oft der Sportunterricht aus, der oft auch noch von Lehrern ohne Sportausbildung unterrichtet wird. Bei durchschnittlich nur 2,3 Stunden Schulsport pro Woche ist es auch nicht wunderlich, dass ein Drittel aller Grundschüler nicht schwimmen kann und etwa 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland übergewichtig sind. Die Konsequenz daraus sollte sein: mehr Sportunterricht!

Ausgerechnet die Fächer, die in der Schule als Grundlage für Lernfortschritt und -erfolg dienen – Musik und Sport – werden immer weiter abgebaut. Dabei ist sich die Wissenschaft bei Sport einig: Ausdauer- und Krafttraining können helfen, kognitive Fähigkeiten zu verbessern. Denn Sport verbessert Erinnerungsvermögen, Wahrnehmungsfähigkeit und Aufmerksamkeit, so das Ergebnis einer Studie der Universität von Illinois. Forscher des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) haben nachgewiesen, dass Jugendliche, die regelmäßig Sport treiben, höhere Bildungsabschlüsse erreichen als ihre unsportlichen Altersgenossen.

Ärzte fordern schon seit Jahren, dass Schüler täglich eine Stunde lang Sport treiben sollen. In den „Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung des Schulsports“, welche die Kultusministerkonferenz (KMK) und der Deutsche Olympische Sportbund vor ein paar Jahren veröffentlicht haben, wird eine Stunde Schulsport pro Tag lediglich als „wünschenswert“ erachtet – kein gutes Signal, Sport an den Schule stärker zu fördern.

Dabei heißt mehr Sportunterricht auch mehr Miteinander unter den Schülern. Sport fördert den Teamgeist und den Fairplay-Gedanken. Er ist gleichzeitig die beste Art, mit Siegen und Niederlagen umgehen zu lernen. Es geht nicht um mehr Leistung und auch nicht darum, aus uns allen Sportskanonen zu machen – es geht einzig und allein um die täglich notwendige Bewegung. Denn nein, Sport ist nicht Mord. Sport ist eine Droge, die uns am Leben erhält. Also immer her damit!

Contra: Julia

Das Anforderungsprofil an Schüler hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Der Stundenplan eines Fünftklässlers auf einem Gymnasium weist durch „G 8“ bis zu 33 Wochenstunden auf. Das sind durchschnittlich 6,6 Stunden pro Schultag.

Dazu kommt dann noch die Zeit, die für Hausaufgaben oder das „Büffeln“ für Klausuren benötigt wird. Welcher Schüler will da noch mehr Zeit in der Schule verbringen? Eine zusätzliche Anzahl an Sportstunden wäre für keinen Schüler wünschenswert.

In einem Schul-Forum beklagen sich auch mehrere Eltern und fragen: „Wo bleibt die Zeit, um zu „chillen – wie es heute immer heißt? Momentan hat sie keines von unseren Kindern!“ Zusätzliche Sportstunden? Es fehlt ganz einfach an Zeit.

Und Sport zulasten eines anderen Faches aufwerten, wird nicht durchzusetzen sein. Welches sollte das sein? Bei Kunst oder Musik – Fächer die bei solchen Diskussionen meist genannt werden – sind die Stundenzahlen bereits so sehr komprimiert, dass man sie bei einer weiteren Reduzierung auch gleich ganz abschaffen könnte.

Aus 13 Jahren Schulsporterfahrung weiß ich, dass Sportmuffel schon immer Wege gefunden haben, um sich möglichst wenig anstrengen zu müssen. Wer keinen Sport mag, wird sich auch durch zusätzlichen Unterricht nicht mehr bewegen. Und die Sportskanonen sind vermutlich ohnehin auch in ihrer Freizeit in der Turnhalle, auf dem Fußball- oder Basketballplatz.

Nichtsdestotrotz ist Sport natürlich wichtig, sorgt für mehr körperliche und geistige Ausgeglichenheit. Eine Maßnahme wäre es daher, die Profile und Attraktivität von Sportvereinen zu stärken. Den einen oder anderen sportlich nicht sehr aktiven Schüler an einem Aktionstag für Badminton oder eine andere Sportart zu gewinnen, für die er sich selbst entscheidet, ist zielführender, als ihm noch weitere Schulsportstunden mit 800-Meter-Lauf oder Geräteturnen aufzuerlegen.

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Kommentare

PRO IST GEILER
contra ist besser
pro ist geil
Pro is besser
Die unsportlichen Schüler leiden heute schon unter dem Sportunterricht. Es wird kaum Rücksicht auf Bemühungen genommen, es zählen nur die Leistungen, sodass ein nicht so sportlicher Jugendlicher, obwohl er sich stets bemüht, nie eine bessere Note als eine 3 erreichen wird. Wenn es nun noch mehr Sportstunden- womöglich sogar zu Lasten der kreativen Fächer wie Kunst oder Musik- gibt, wächst die Verzweiflung nur noch. Die Sportskanonen sind ohnehin in Vereinen aktiv und sehen den Schulsport nur als „leichte Beute" für eine gute Note an. Die weniger Sportlichen fühlen sich dadurch nur gestraft. Um sie zu animieren, Sport zu treiben, sollten lieber mehr Möglichkeiten in Vereinen geschaffen werden, da stimme ich Julia zu. Bei uns sieht der Stundenplan für Sport jedes Jahr so aus: Lauftag, Geräteturnen, Leichtathletik. Die achten und neunten Klassen haben ein Basketball Turnier, ab der zehnten Klasse gibt es Volleyball. Es wäre schön, wenn man etwas Abwechslung in diese Pläne bekommen würde. Anderswo hat der Sportunterricht keine festen Vorgaben, sodass man verschiedene Sportarten mal machen kann, sei es Fußball, Tanzen oder Badminton. Daran sollten sich alle Schulen ein Beispiel nehmen. Denn wer bei uns die immer gleichen Sportarten nicht gut beherrscht, hat auf gut Deutsch verloren.
Ziemlich unschlüssige Argumentation Kristin. Inwiefern wird denn auf die Bemühungen anderer Schüler, die beispielsweise in den naturwissenschaftlichen Fächern Schwächen haben, Rücksicht genommen und das Bemühen honoriert? Wenn man in den Matheklausuren die falschen Ergebnisse hat, bringt das größte Bemühen nichts – falsch ist falsch. In Sport haben allerdings unsportliche Schüler die Chance, indem sie sich bemühen, eine 3 zu bekommen. Kannst ja mal leistungsschwache Schüler in Mathe fragen, ob sie dafür eine 3 bekommen, dass sie sich "stets bemühen"!
Schüler die schlechte Noten in Mathe haben, leiden entweder an eine Behinderung, wofür es Extra-schulen gibt, oder geben sich keine Mühe beim lernen und passen meistens auch nicht auf und wenn man die Aufgaben nicht versteht kann mann nachfragen und wenn man es immer noch nicht versteht, dann gibt es noch genug andere Möglichkeiten, dass zu lernen.
Ich weiss ja nicht wie deine Schulzeit so aussah, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du jedes einzelne Fach perfekt beherrscht hast! Angenommen ich könnte informatik und du nicht und ich würde dir ein seitenlanges skript geben, dann würdest du es auch nicht verstehen und auch nach langem lernen könntest du es nicht so perfekt wie derjenige der dir das beibringt. oder frag mal einen Arzt ob der dir deine Krankheit mal erklärt wie er dies zu seinen Kollegen tut, du würdest -auch wenn du die fachbegriffe kennst- nicht verstehen was sie dir sagen wollen. Und zu guter letzt etwas kreatives, sag ich dir du sollst mir aus dem kopf mal das Meer oder etwas anderes malen bin ich mir sicher, dass du wenn du nicht begabt bist nichts erkennbar gutes malen kannst, auch nach langem üben nicht. Durch Mühe und lernen ist zwar viel zu erreichen, da stimm ich dir zu, aber man kann das nihct so verallgemeinern. Deshalb lieber Christian steig mal von deinem Ross herab und sieh ein dass man Stärken und Schwächen hat, auch wenn man fleißig ist. Auch du und ich sind nicht Allwissend.
Andererseits können die Leistungsschwächeren Schüler länge üben und vielleicht auch mal in ihrer Freizeit üben, das kann doch nicht so schwer sein, ich habe auch in meinem Zimmer Handstand geübt bis ich es konnte.
Kontra ist eindeutig besser, und zwar aus folgenden klar zu benennenden Gründen: 1. Sportunterricht ist schlichtweg ergreifend verboten! Zwar nicht explizit, aber durch das Grundgesetz ist zumindest angedeutet das Menschen nicht nach körperlichen Eigenschaften bewertet werden dürfen. Damit ist der organisierte und massiv geförderte Sportunterricht ein verfassungswidriger Umtrieb, den es abzuschaffen gilt. 2. Wer soll das bezahlen? Die meisten Bundesländer und Kommunen sind quasi Pleite. Und wenn es eine Sache gibt an der man sparen kann dann ist das der Sportunterricht. Ich glaube sogar dass es sehr nützlich wäre ein paar Turnhallen, Spielfelder etc. abzureißen und als Bauland zu verkaufen. 3. Sportunterricht fördert Mobbing. Sportliche Schüler, die meiner Erfahrung nach ohnehin eher dazu neigen zum Mobbing-Täter zu werden, haben plötzlich einen ganz offensichtlichen Grund sich über die unsportlichen Mitschüler zu erheben, wenn man den Sportunterricht abschaffen würde hätten sie schon einen Grund weniger. Allerdings stimme ich der Kontra-Autorin nicht vollends zu, da mir auch eine Abschaffung der massiven Vereinsförderung angesichts unser Staatsschulden als sehr sinnvolle Maßnahme erscheint, gerade wenn man bedenkt das zahlreiche Schüler über den Verein beispielsweise das erste Mal in den Kontakt mit Alkohol oder ähnlichem kommen, was für den Staat nicht wünschenswert sein darf. Ich habe nichts dagegen wenn Leute sportlich sind und ich betreibe auch selber Sport, allerdings nicht auf Kosten der Allgemeinheit. Denn dass sich Leute auf Kosten der Allgemeinheit an ihren eigenen körperlichen Fertigkeiten ergötzen, das ist schlichtweg ein Unding.
es ist nicht richtig, dass sportlichere Schüler eher zum Mobbing neigen. Es ist meiner Meinung nach kein triftiger Grund gegen mehr Sportunterricht! meiner Erfahrung nach wird ein wenig herumgealbert aber mehr auch nicht und diejenigen die ‘gemobbt’ werden nehmen dies meinst einfah zu ernst, ich meinerseits in jungen jahren (5/6 klasse) war unsportlich und dick. nachdem ich abgenommen habe und mehr sport trieb wurde ich dann sportlicher und merkte das die lästereien über die unsportlicheren keine lästereien und schon garnicht mobbing waren sondern eher etwas was man mit spass und humor sehen sollte. Und ergötzen tut sich keiner an seiner sportlichkeit. und selbst wenn, dann sollten sich unsportlichere Schüler mal eher daran ergötzen um ein gesünderes leben zu führen und sich auch mal was gutes tun!
Aufjeden Fall für Enis!
Da stimme ich dir sowas von zu!
Aber wirklich!
ich finde, sowohl pro, als auch contra haben argumente gebracht, die durchaus der wahrheit entsprechen. doch nun möchte ich etwas persönlicher werden: ich gebe zu, meine sportnoten sind alles andere als sehr gut. im moment stehe ich auf 3 mit tendenz zur 2. doch was wird in 3 jahren sein? wenn die ansprüche immer höher werden? die sportnote schadet eindeutig meinem durchschnitt. und ich stimme "Sir Max" zu, wenn er sagt, dass der sportunterricht in einer art und weise diskriminierend (naja vielleicht ist das wort ein bisschen übertrieben) ist. meine figur ist super, aber trotzdem gelingen mir dinge wie geräteturnen nicht und meistens wird nur eine 4 daraus. ich bin entweder dafür, dass die sportnoten abgeschafft werden, das fach selbst aber trotzdem weiter praktiziert wird, oder dass einzig und allein die mitarbeit, die bemühungen benotet werden. und warum ist der sportunterricht eigentlich so eintönig? wieso machen wir nicht mal dinge wie tanzen, tennis oder wir lernen wie man einen bumerang wirft? wenn ich jedoch sehe, wie manche lediglich einsen im sportunterricht haben, aber sich in anderen fächern nicht die mühe machen zu lernen, dann frage ich mich, was hier eigentlich schief läuft. und jetzt greife ich nochmal die argumente der anderen auf, denn mehr sportunterricht wäre gut für körper und geist, aber was nicht machbar ist, ist nunmal nicht machbar. wir leben in der zivilisation und haben in der freizeit genügend möglichkeiten, sport zu treiben und uns zu bewegen in diversen sportvereinen. und wer mir jetzt noch sagen kann, man hätte keine zeit und auch nicht die möglichkeiten, dem kann ich nur raten, das handy mal für einen augenblick zur seite zu legen, den pc ausschalten und einen spaziergang zu machen.
Meine Figur ist auch super und meine Sportnoten total schlecht, besonders schlimm sind Stufenbarren und Werfen, bei Hockey komme ich ja noch mit und letztes Jahr waren wir im Skilager, da hab ich sogar ne 2+ geschafft, durch Weitwurf hab ich aber wieder alles versaut, Bodenturnen ist auch furchtbar! Ich glaube, wenn ich das das nächste Mal mache, breche ich mir das Genick, also wirklich, die Noten abzuschaffen oder Mitarbeit zu bewerten ist wirklich eine gute Idee! Meinen Segen hast du auf jeden Fall
pro contra ist voll langweilig
Pro hat eindeutig mehr wissenschaftliche Fakten und desweiteren klar argumentiert. Er hat einem das Gefühl gegeben das er was von dem Thema weiß. Contra hingegen kommt einen wie leeres Gerede vor
😉
also ich finde pro besser weil man dann nicht so viel anderen doofen unterricht hat und sport ist zwar mord wie man sagt macht aber auch super viel spaß. Es gibt auch lehrer die sport lieber machen als unterricht also ich bin für pro
guet
hilf mir sehr
die infos sind nicht verlässlich
das stimmt nicht
Ich finde, das Pro hört sich logisch an! Viele gute Argumente gebracht! 🙂
Ich muss eine Rede über das Thema halten und bin mir nicht sicher was ich nehmen soll
ich würde contra nehmen
Ich wär auch für contra
ich bin für pro
seid doch alle ruhig ihr haben keine Ahnung es sollte unterricht geben wke man besser zu nimmt und nicht noch mehr magersüchtige mädchen auf den markt bringnen